{"id":33,"date":"2012-05-10T00:00:27","date_gmt":"2012-05-09T22:00:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gunlamaral\u00f6pare.eu\/?p=33"},"modified":"2013-05-13T11:02:09","modified_gmt":"2013-05-13T09:02:09","slug":"seilersee-und-salinenlauf-bad-durkheim","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.xn--gunlamaralpare-4pb.eu\/?p=33","title":{"rendered":"Seilersee und Salinenlauf Bad D\u00fcrkheim"},"content":{"rendered":"<h2>Ein au\u00dfergew\u00f6hnliches Laufwochenende<\/h2>\n<p>(28.04.2012 &#8211; 01.05.2012)<\/p>\n<p>Mein Mann Dietrich und ich starten am Samstag, dem 28.04.12 gegen 07.15 Uhr in Seevetal, um nach Iserlohn zu fahren. Was wir da wollen? Na, laufen! 24h laufen wir um den Seilersee! Das Wetter sieht vielversprechend aus. Der Samstag bietet Sonne und W\u00e4rme pur schon vor dem Start um 12.00 Uhr. Die Nacht ist dann von den Temperaturen her angenehmer. Am n\u00e4chsten Tag ist es dann zum gro\u00dfen Teil bedeckt. Ich bin aber froh, dass die Sonne sich etwas im Hintergrund aufh\u00e4lt, bis wir die 24h voll haben.<\/p>\n<p>Tja, keiner von uns ahnt, was wir noch f\u00fcr ein ereignisreiches Wochenende vor uns haben. Nach der Siegerehrung in Iserlohn brechen Dietrich und ich auf in Richtung Bad D\u00fcrkheim, um dort an dem 1. Salinenlauf teilzunehmen. Ich war ein wenig m\u00fcde von dem 24er in Iserlohn. Habe ich mit den 84km doch etwas \u00fcbertrieben? \u201eStell dich nicht so an!\u201c, meint Dietrich. \u201eWenn du nicht mehr kannst, dann packst du dich ins Auto und ruhst dich da aus.\u201c Beruhigt hat mich w\u00e4hrend der Autofahrt von Iserlohn nach Bad D\u00fcrkheim der Gedanke, dass wir vor dieser 12 \u2013st\u00fcndigen Herausforderung eine Nacht im G\u00e4stehaus Walter Dehn in Bad D\u00fcrkheim \/ Ungstein ausschlafen k\u00f6nnen. Dietrich und ich finden dann nach einer durch die W\u00e4rme anstrengenden Fahrt schnell heraus, dass man am Abend im Restaurant \u201eZum Herrenberg\u201c gut essen und ein Glas pf\u00e4lzischen Wein genie\u00dfen kann.<\/p>\n<p>Nach einer wohlverdienten Nachtruhe, die sich bis zum sp\u00e4ten Montagvormittag hinzieht, gibt es ein ausgiebiges Fr\u00fchst\u00fcck, und anschlie\u00dfend muss die Ausr\u00fcstung im Auto sortiert werden. Am Nachmittag fahren wir dann nach Bad D\u00fcrkheim zur Saline, um die Laufstrecke abzugehen und eine Kleinigkeit zu essen. Anschlie\u00dfend ein Spaziergang durch die Bad D\u00fcrkheimer City. Dann am Wurstmarkt treffen wir Gabi. Die Sonne scheint und Gabi scheint ebenfalls zuversichtlich! Gegen 18.30 Uhr kann man dann die Startunterlagen f\u00fcr den n\u00e4chtlichen Lauf abholen. Dagmar Liszewitz und Wolfgang Olbrich begr\u00fc\u00dfen uns. Wir freuen uns gemeinsam auf den Lauf. Da der Start erst um 21.00 Uhr ist, beschlie\u00dfen Dietrich und ich, noch einmal zur\u00fcck nach Ungstein zu fahren und uns f\u00fcr den 12h Lauf bereitzumachen.<\/p>\n<p>Der Start r\u00fcckt immer n\u00e4her! Komischerweise bin ich diesmal ziemlich aufgeregt. Warum, das wei\u00df ich nicht. Es ist warm und schw\u00fcl. Ist etwa Gewitter angesagt?<\/p>\n<p>Gabi nimmt das Mikrofon in die Hand und begr\u00fc\u00dft uns herzlich. Aber das Mikro will nicht so wie sie will und streikt dann nach einigen Minuten Ansage endg\u00fcltig. Aber Gabi schafft die Ansage auch ohne Mikrofon ganz professionell! Nach den Begr\u00fc\u00dfungsworten des B\u00fcrgermeisters werden wir L\u00e4ufer auf die Piste geschickt. Mann, habe ich schwere Beine! Vielleicht ist diese Art von \u201eDoppeldecker\u201c doch eine Nummer zu gro\u00df f\u00fcr mich! Aber ich habe ja genug Optionen, nicht wahr? Nach 4 Runden \u00e0 776m um die Saline ist Gehen angesagt. Da geht es mir besser.<\/p>\n<p>Die Rundenz\u00e4hlung f\u00fcr die \u00fcber 70 L\u00e4ufer ist im Schutz der Saline aufgebaut und funktioniert gut. Eine gro\u00dfe Digitaluhr zeigt die zu laufende Restzeit an. Die Stimmung ist gut, auch in der Nacht ist es immer noch relativ warm, die Strecke ist gut ausgeleuchtet, durch Stra\u00dfenbeleuchtung und zus\u00e4tzliche Strahler entlang des unbefestigten Streckenabschnittes entlang der Baustelle.<\/p>\n<p>Keiner hat so richtig mitbekommen, dass ziemlich dunkle Wolken aufgezogen sind. Ich verlasse die Strecke wie geplant um 24 Uhr und lege mich ins Auto zum Schlafen. Was dann auf der Strecke passiert, haben mir Dietrich und die anderen L\u00e4ufer berichtet. Dietrich l\u00e4uft so gegen 1:30 Uhr gerade die lange Gerade entlang der Saline, als er kleine Tropfen sp\u00fcrt. Aha, das am Reisig herunterrinnende Wasser st\u00e4ubt ein bisschen? Aber\u2026 es waren die ersten Regentropfen. Kurze Zeit sp\u00e4ter regnet es dann \u201enormal\u201c, bis sich alle Schleusen \u00f6ffnen und Dietrich den Eindruck hat, von Wassereimern \u00fcbersch\u00fcttet zu werden. Innerhalb von Sekunden ist er klatschnass. Am Zieldurchlauf ruft jemand: \u201cWir m\u00fcssen kurz unterbrechen, Problem mit der Rundenz\u00e4hlung! Dietrich l\u00e4uft weiter und ist jetzt der einzige L\u00e4ufer auf der Strecke. Beim n\u00e4chsten Umlauf f\u00e4llt die Beleuchtung des Sandweges aus. Das Wasser steht kn\u00f6cheltief, Blitze erhellen grell die Szenerie, im Ziel stehen alle PC\u00b4s unter Wasser, die Z\u00e4hl-Gates und der Verpflegungsstand fliegt teilweise durch den Gewittersturm f\u00f6rmlich weg und Dietrich wird aufgefordert: \u201eDu kannst aufh\u00f6ren, Rennabbruch, es gibt keine Z\u00e4hlung mehr!\u201c Dietrich, dickk\u00f6pfig wie er ist, sagt etwas wie \u201eIch laufe weiter, das ist schlie\u00dflich mein 700 M\/U! Ich laufe ja f\u00fcr mich und nicht f\u00fcr die Z\u00e4hlung\u201c. Nach so ca. einer Stunde sind alle restlos von der Strecke verschwunden und Dietrich kann nur mit den Leuten des Wachdienstes ab und an ein paar Worte wechseln. Irgendwann muss er beschlossen haben, bis 9:00 Uhr zu Ende zu laufen, zumal er sich \u201egut f\u00fchlte\u201c. Jetzt regnete es noch ein Weilchen\u201c normal weiter\u201c, allerdings bei starkem Wind. Ja, davon bekomme ich im Auto \u00fcberhaupt nichts mit, au\u00dfer, dass unser Wagen vom Sturm teils leicht anhob und viele Autos den Parkplatz verlassen, vielleicht kommen die aus der Disco, denke ich. Die Realit\u00e4t ereilt mich, als Dietrich so um 4 Uhr ans Auto kommt, um sich mal trockene Laufsachen zu g\u00f6nnen und mir zu sagen: \u201cDa ist keiner mehr, alle weg!\u201c Ich: \u201cWie, alle weg??\u201c Er erz\u00e4hlt kurz das Drama und bittet mich, ihm `was zu essen und zu trinken zu holen, er sei stundenlang ohne Verpflegung gelaufen, nur Wasser gibt es aus dem \u00f6ffentlichen WC. Er ist selber schuld, denke ich, hole ihm dann aber ein gro\u00dfes belegtes Baguette und Kaffee von der nahen Tankstelle, nachdem ich einsehen muss, dass Dietrich weiterlaufen will. Ich will n\u00e4mlich nicht ohne Zeitmessung laufen.<\/p>\n<p>Uns wartenden L\u00e4ufern ist es drau\u00dfen bis in das Morgengrauen einfach zu nass und ungem\u00fctlich. Wir sitzen im Mercure Hotel und warten auf den Morgen und das versprochene Fr\u00fchst\u00fcck. Gegen 06.30Uhr taucht ein einsamer L\u00e4ufer auf dem Parkplatz auf. Er schaut sich um, als ob er jemanden sucht. Ich renne aus dem Hotel und kl\u00e4re ihn auf: Michael, Dietrich ist noch unterwegs! Du kannst ihn noch einholen und mit ihm laufen, wenn du willst!\u201c Der schnelle Michael schafft es dann auch.<\/p>\n<p>Die letzten Runden und Stunden laufen Michael und Dietrich plaudernd und locker gemeinsam zu Ende. Als die beiden Ultral\u00e4ufer gegen 09.00Uhr bei strahlender Sonne und inzwischen stahlblauem Himmel das Ziel erreichen, werden sie mit einer La Ola Welle des Empfangskomitees gefeiert. Ein Reporter der Lokalzeitung und Vertreter des Salinenf\u00f6rdervereins waren mit dabei.<\/p>\n<p>Dieses au\u00dfergew\u00f6hnliche Event endete dann im Hotelgarten beim gemeinsamen Fr\u00fchst\u00fcck und trotzdem guter Laune aller noch Anwesenden. Gabi Gr\u00fcndling ist zu danken daf\u00fcr, dass sie auch unter diesen besonderen Umst\u00e4nden alles vorbildlich \u00fcber die B\u00fchne gebracht hat. F\u00fcr das n\u00e4chste Mal ist ausdr\u00fccklich ein planm\u00e4\u00dfiger Ablauf vorgesehen, mit Petrus wird schon verhandelt!<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">(Gunla Eberle)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein au\u00dfergew\u00f6hnliches Laufwochenende (28.04.2012 &#8211; 01.05.2012) Mein Mann Dietrich und ich starten am Samstag, dem 28.04.12 gegen 07.15 Uhr in Seevetal, um nach Iserlohn zu fahren. Was wir da wollen? Na, laufen! 24h laufen wir um den Seilersee! Das Wetter sieht vielversprechend aus. 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