19. Lesumdeich Marathon (12.08.2026)

Diesmal ging unsere Laufreise zu Olaf, dem Veranstalter von „Bremen läuft Marathon“. Didis Eigenverpflegung war am Vortag der Veranstaltung schon vorbereitet. Kurz vor 05:00 Uhr fuhren Didi und ich am 12.08.2026 in Richtung Bremen zum 19. Lesumdeich Marathon. Die Marathondistanz bestand aus einem Rundkurs von 9,2 km, der viermal zu durchlaufen war. Außerdem gab es ein Zusatzstück, so dass man am Ende auf die notwendigen 42,2 km kam. Es herrschten frische 13 Grad, als wir am Lesumdeich ankamen, um …

… Gerhard zu begrüßen, der nur ein paar Minuten vor uns angekommen war.
Didi stand um 06:40 Uhr startbereit.
Heute waren nicht nur Läufer und Spaziergänger unterwegs. Auch Radfahrer konnten eine Radtour auf dem Lesumdeich bei schönstem Wetter genießen.
Dieses Hinweisschild weckte meine Aufmerksamheit. Es befand sich am Lesumsperrwerk, das tagsüber für Fuß-und Radverkehr über die Lesum geöffnet ist, soweit nicht ein Schiff oder ein Boot eine Schleusung wünscht. Nachts ist das Lesumsperrwerk in der Regel geöffnet, die Schleusenklappbrücke ist also hochgeklappt und wird nur für jeweils 5 Minuten zur vollen Stunde geschlossen, um Überquerungen durch Fuß- und Radverkehr zu ermöglichen.
Ich beschloss, die Lesum über die Sperrwerkbrücke zu überqueren. Auch die Läufer mussten hier entlang. Auf der Brücke hatte ich die Gelegenheit, einen einzigartigen Sonnenaufgang zu bewundern.
Auf dem Lesumer Deich konnte ich die spiegelblanke Lesum bestaunen. Ungefähr 4,6 Kilometer weiter überquerten die Läufer die Burger Brücke zur anderen Seite der Lesum. – Die Lesum ist ein Nebenfluss der Weser auf dem Gebiet der Freien und Hansestadt Bremen.
Entlang der Laufstrecke kurz vor dem Lesumsperrwerk fiel mir diese Trauerweide mit ihren hängenden Zweigen auf. Die Weidenarten sind wervolle Nahrungsquellen für Bienen und Insekten im Frühjahr sowie als Lebensraum für Raupen und Vögel.
Die Große Brennnessel findet man oft an Waldrändern, Bachufern, auf Schuttplätzen, in Gärten und Hecken oder an Zäunen.
Nicht fern ab von der Laufstrecke befindet sich der Segel- und Sportboothafen Grohn.
Die Wiesen-Flockenblume ist eine wertvolle heimische Wildstaude und ein echter Insektenmagnet, der von Juni bis Oktober reichlich Nektar und Pollen liefert.
Der straußblütige Sauerampfer wächst fast überall und kann bis zu 1,20 m hoch werden.
Inzwischen stiegen die Temperaturen gewaltig. Didi begrüßte trotzdem die Hitze mit einem Lächeln.
Auf der langen Geraden am Südufer war kaum Schatten, so dass die Läufer gegen die aufkommende Hitze ganz schön ankämpfen mussten.
Nach langer Zeit freute ich mich, Helmut wiederzusehen. Wir hatten uns viel zu erzählen.
Kai nutzte seinen freien Tag für ein Bad in der Sonne auf der langen Geraden am Südufer.
Olaf und Didi hatten trotz der 25 Grad gute Laune …
… und konnten auf dem schattigen Streckenabschnitt fachsimpeln.
Olaf und Didi kennen sich schon lange und hatten sich viel zu erzählen. 2018 waren sie auch zusammen mit Helmut auf den Philippinen und nahmen an einer Etappenlauf-Serie teil, bei der sie vom 20. bis 27. Februar 2018 sechs Ultramarathons über insgesamt 281 km erfolgreich absolvierten.
Gerhard war im Ziel und konnte sich über seine Laufzeit freuen.
Kai war heute der Schnellste! Glückwunsch!
Denkmal von Admiral Karl Rudolf Brommy. Brommy wurde 1804 in Anger bei Leipzig mit dem Namen Bromme geboren, als Vollwaise wurde er mit 14 Jahren Seemann und bereiste mit Segelschiffen Mittelamerika. Er heuerte auch auf US-Seglern an und wurde zum Kapitän befördert. Seitdem nannte er sich gemäß der englischen Aussprache Brommy. Später war er in griechischen Diensten an deren Unabhängigkeitskrieg gegen Türken und Ägypter beteiligt. Ab 1849 war er Befehlshaber der Reichsflotte, der ersten gesamtdeutschen Marine, und wurde zum Konteradmiral ernannt, schon 1852 wurde die Auflösung der Flotte beschlossen, Brommy erhielt 1853 seinen Abschied und lebte bis zu seinem Tod 1860 zurückgezogen in Burglesum.
Didi sollte bald die 3. Runde finishen, um …
… die 4. Runde und das Zusatzstück mit seinen Stöckern zu bewältigen. Helmut, der mittlerweile mit seinem Fahrrad vorbeikam, gab gute Ratschläge.
Auch ich kam heute ins Schwitzen, wollte mich aber nicht beklagen! Sonne ist besser als Regen.
Rubus armeniacus – Die Hauptblütezeit der Armenischen Brombeere reicht bis in den August hinein. Die Blüten sind meist blassrosa bis weiß. Während der Sommermonate ist die Blüte eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und andere Bestäuber.
Olaf hatte die 4 Runden schon hinter sich und musste nur das Zusatzstück unter seine Füße nehmen. Er war heute der Zweitschnellste. Glückwunsch, Olaf!
Noch musste Didi sich für seine Hahnzeit etwas gedulden, zeigte sich aber erleichtert, weil er wusste, dass er …
… mit einem „Kikeriki“ seinen 24. Hahn und den 1608. M/U an diesem Tag geschafft hatte. Glückwunsch, Schatzi!
Der Rundkurs des Lesumdeich Marathons
Am Abend durfte Didi verdient auf der Terasse relaxen und den Tag ausklingen lassen.

Danke an Olaf für das Ausrichten des Laufes. Es war auch für mich schön, Lauffreunde wiederzusehen und ein paar Worte mit ihnen zu wechseln. Alle hatten gute Laune, obwohl Petrus mit dem Wetter etwas übertrieben hatte.

Viele Grüße und bis bald auf der Strecke!

Gunla

Hittfeld, 14.08.2026